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Cora (v.2)

Weiche Lippen, blaue Augen,
Sanftes Lächeln, treuer Blick.
Lange Beine, lange Wimpern,
Augenaufschlag mit Geschick.

Männer sind ihr schnell verfallen,
Stehen ganz in ihrem Bann,
Cora lacht, winkt ab und geht,
Die schöne Cora ist eine Lady.

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Glücksgefühl

Sie redet nicht gern mit den Schmuddelkindern,
ganz schmutzig und hässlich sind die.
Erst wenn sie sich gewaschen haben,
erst dann beachtet sie sie.

Die Themen von den Schmuddelkindern,
das sind ja ihre so garnicht.
Armut, Arbeit, Angst und Wut,
dabei ruht sie so glücklich in sich!

Die wütenden, tobenden Schmuddelkinder,
mit denen mag sie nicht streiten.
Die haben gar keine Argumente,
die haben nur ihr Leiden.

Nur manchmal denkt sie an die Schmuddelkinder,
und bedauert die armen ein Stück!
Zum Bedauern, da muss man nichts ändern,
vor allem sich selbst nicht, zum Glück.

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Ohne Titel

Für tausend Stürme hieltst du mich,
Dein Blick war salzig blau, und
Als Winde in mir peitschend schrien,
Da wurden deine Augen leer.
Dein Blick zerbrach an mir und starb,
Und meine Hand metallen schwer.

In trägen Wassern treibe ich
Und Klingen schneiden meine Haut.
Auf meinen Lidern schwarzes Blei,
In meinen Venen zäher Teer.
Dein Atem heiß in mir, verbrannt,
Und meine Hand metallen schwer.

Eiserner Geschmack im Mund,
Und eisern schwer mein Geist.
Dann wird es ruhig, ich atme ein,
Mit Hand und Mund und Herz.
Mein Blick wird stumpf und schwarz und rot,
Und silberheller Schmerz.

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Gedicht zum Morgen

Wie glanzvoll der Morgen,
an dem ich erwache.
Durch Seide und Gold
zur Wachheit verführt.

Der Duft weißen Leinens
erweckt mir die Sinne.
Jasmin und Lavendel
erfüllen den Raum.

Gleißende Sonne
berührt meine Zehen
und möchte mich necken,
doch ich liege still.

Gold und auch Perlen,
tiefrote Rubine
fallen zu Boden
und ich liege tot.